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Wussten Sie, dass... |


Chefarzt Professor Dr. med.
Hans-Jürgen Rupprecht
Vorzimmer
Ute Gerhard & Kerstin Roos
Telefon: 06142 88-1331
Telefax: 06142 88-1224
E-Mail: fa-kardiologie@
GP-Ruesselsheim.de
Funktionsbereiche
Transthorakale Echokardiographie (TTE)
Transösophageale Echokardiographie (TEE)
Stress-Echokardiographie
Kontrast-Echokardiographie
Duplexsonographie des extracraniellen Carotisstrombahngebietes
Duplexsonographie der peripheren Arterien - oder Venen
Nichtinvasive-bildgebende Verfahren
Herzkatheter-Labor
Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie)
Funktionseinheiten
• Dopplersonographie
• Duplexsonographie
• Echokardiographie (inklusive Stress-Echo und TEE)
• Hämodialyse
• Herzkatheterlabor
• Kardiologische Ambulanz
• Nichtinvasiver Kardiologischer Funktionsbereich
(EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG, Eventrecording, Langzeit-Blutdruckmessung)
• Rhythmologische Sprechstunde
• Schrittmacher- und ICD-Ambulanz
Im Echokardiographie und Duplexsonographie-Labor werden jährlich cirka 9000 Untersuchungen durchgeführt. Dafür stehen zwei moderne Ultraschallgeräte sowie ein tragbares, mobiles Ultraschallgerät zur Verfügung. Folgende echokardio- und duplexsonographische Untersuchungen kommen in der II. Medizinischen Klinik täglich zur Anwendung:
• Transthorakale Echokardiographie
• Transösophageale Echokardiographie
• Stressechokardiographie
• Kontrast-Echokardiographie
• Duplexsonographie des extracraniellen Carotisstrombahngebietes, der peripheren Arterien und Venen
Die Patienten stammen aus den kardiologischen Bettenstationen der II. Medizinischen Klinik sowie aus unseren großen kardiologischen Ambulanzen. Darüber hinaus werden Patienten der internistischen Notaufnahme sowie der anderen Fachbereiche des GPR Klinikums untersucht.
Transthorakale Echokardiographie (TTE)
Die Ultraschalluntersuchung des Herzens (= Echokardiographie) ist eine nichtinvasive Untersuchungsmethode mit der man praktisch alle Strukturen des Herzens bildlich darstellen kann. Die Indikation zur Echokardiogrpahie kann heutzutage sehr weit gestellt werden und umfasst beispielsweise Notfallsituationen wie den Herzinfarkt, Abklärung von akuter Luftnot oder Thoraxschmerz. Die Echokardiographie mit einem auf den Brustkorb aufgesetzten Schallkopf ist völlig ungefährlich und deshalb beliebig häufig wiederholbar. Zusätzlich kann man mit der Doppler-Technik die Flußgeschwindigkeit des Blutes in den verschiedensten Regionen des Herzen bestimmen und hierüber weitere, wichtige Informationen über die Funktion des Herzens gewinnen. Das strömende Blut kann farblich dargestellt werden (Farbdoppler).
Transösophageale Echokardiographie (TEE)
Für besondere Fragestellungen kommt die transösophageale Echokardiographie (TEE) zur Anwendung. Hierbei erfolgt die Untersuchung des Herzens von der Speiseröhre aus, da diese direkt hinter dem Herzen entlang läuft und keine störenden Gewebe die Schallqualität beeinflussen. Mittels dieser genauen Untersuchung des Herzens können Herzklappenfehler genau analysiert und Patienten so auf eine Herz-Operation vorbereitet werden. In Kooperation mit unserer Stroke-Unit werden Schlaganfallpatienten untersucht, um die Ursache für deren Schlaganfall zu klären (beispielsweise Vorhofseptumdefekt, offenes Foramen ovale). Der in unserer Klinik durchgeführte interventionelle Verschluss des Foramen ovale wird ebenfalls unter TEE-Kontrolle durchgeführt. Bei Patienten mit Vorhofflimmern wird häufig das TEE durchgeführt, um die weitere Behandlung der Herzrhythmusstörungen planen und durchführen zu können.
Stress-Echokardiographie
Die Echokardiographie während körperlicher oder medikamentöser Belastung hat einen hohen Stellenwert in der Beurteilung der koronaren Herzkrankheit (Koronararterien). So können beispielsweise Durchblutungsstörungen als Wandbewegunsstörungen der linken Herzkammer unter Belastung dargestellt und entsprechenden Versorgungsgebieten der Herzkrankgefäße zugeordnet werden (Ischämie-Diagnostik).
Kontrast-Echokardiographie
Die verschiedenen Formen der Echokardiographie werden häufig mit der sogenannten Kontrast-Echokardiographie kombiniert. Dafür wird ein links-herzgängiges Kontrastmittel über die Vene verabreicht. Dadurch können bestimmte Strukturen des Herzens, beispielsweise das Endokard oder intrakardiale Zusatzstrukturen klarer dargestellt werden.
Duplexsonographie des extracraniellen Carotisstrombahngebietes
Ein großes Gebiet der Duplexsonographie besteht in der Diagnostik unserer Schlaganfall-Patienten. Stenosen der Halsschlagadern sind nicht selten für die Entwicklung eines Schlaganfalls verantwortlich. Einmal mittels Duplexsonographie festgestellt, können die Stenosen unverzüglich einer adäquaten Therapie zugeführt werden (Stent oder Operation).
Duplexsonographie der peripheren Arterien - oder Venen
Ein Schwerpunkt ist die Abklärung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit bei Einschränkung der Gehstrecke.
Die Duplexsonographie der Beinvenen ist die Untersuchungsmethode der Wahl, wenn der Verdacht auf eine Thrombose besteht. Durch den Ultraschall kann in kurzer Zeit ohne jede Strahlenbelastung festgestellt werden, ob und wo eine Thrombose im Bein vorhanden ist. Ein Anruf ihres Hausarztes genügt und ein kurzfristiger Untersuchungstermin kann Ihnen ermöglicht werden.
Nichtinvasive-bildgebende Verfahren
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiologie und Nuklearmedizin (Chefarzt Dr. Wieschen) kann bei entsprechender Fragestellung und kardiovaskulärem Risikoprofil eine Computertomographie (CT) mit Kalkscore-Bestimmung der Herzkranzgefäße durchgeführt werden.
Herzkatheter-Labor
Das Herzkatheter-Labor wurde 1995 im GPR Klinikum in Betrieb genommen, im Mai 2006 renoviert und neu aufgestellt. Mit modernster Technik bildet das Labor einen zentralen Punkt in der täglichen Arbeit und ist das "Herzstück" der II. Medizinischen Klinik. Im Jahre 2010 wurden 1.600 Linksherzkatheteruntersuchungen und 602 Ballondilatationen/Stentimplantationen durchgeführt. Die Herzkatheteruntersuchungen werden an einer modernen Röntgenanlage von speziell ausgebildeten Ärzten und Pflegepersonal durchgeführt sowie betreut. Alle Bild- und Filmdaten werden im PACS-Bildbetrachtungssystem analysiert und archiviert.
Das Herzkatheterlabor steht 24 Stunden, 365 Tage im Jahr zur Notfalldiagnostik und -therapie zur Verfügung.
Zum gesamten Leistungsspektrum des Herzkatheterlabors zählen:
• selektive Koronarangiographie
• Ventrikulographie, Aortographie
• Ballondilatation
• Stentimplantation
• Druckdrahtmessung (Pressure Wire)
• Intraaortale Ballonpumpe (IABP)
• Rechtsherzkatheter inkl. Hämodynamik- und Shuntdiagnostik
• Belastungsherzkatheter
• Verschluss (Schirmchen/Occluder) von Defekten der Vorhofscheidewand (PFO, ASD)
• Myokardbiopsie
• Nierenarterienangiographie
Eine zentrale Leistung des Herzkatheterlabors ist die Akut- und Notfallbehandlung des akuten Koronarsyndroms (ACS).
Im Kampf gegen den Herzinfarkt gibt es ein großes Problem: die sogenannte Prähospitalzeit. Diese beschreibt den Zeitabschnitt zwischen Infarkt und Beginn der Behandlung im Klinikum beziehungsweise Herzkatheterlabor.
Hierzu leistet die Deutsche Herzstiftung bundesweite Öffentlichkeitsarbeit („Herzinfarkt? Niemals zögern-Notruf wählen“), um auf diesen entscheidenden Zeitfaktor hinzuweisen.
Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie)
Die Herzkranzgefäße sind die Blutgefäße, die den Herzmuskel selbst mit Blut, mit Sauerstoff und Energiestoffen versorgen. Die Erkrankung dieser Gefäße führt zu einer Verengung der Blutbahn, zu Störungen der Versorgung des Herzmuskels. Verschließt sich ein Gefäß bedeutet dies meist den Herzinfarkt, der Herzmuskel stirbt in einem Bereich ab, es bildet sich eine Narbe.
Bei der Herzkatheteruntersuchung wird von den Gefäßen der Leiste aus oder zunehmend über, sofern möglich, den Gefäßen des Handgelenks ein dünner Katheter bis zum Ursprung der beiden Herzkranzgefäße (an der Hauptschlagader) vorgeschoben.
Durch das Einspritzen von Kontrastmittel kann das Gefäß auf dem Röntgenschirm sichtbar gemacht werden. Verengungen (Stenosen), die die Durchblutung behindern und Herzschmerzen oder einen Herzinfarkt auslösen, lassen sich exakt beurteilen.
Nach der Herzkathetersuchung lässt sich die weitere Behandlung festlegen:
• Ballondilatation / Stentimplantation
• Bypassoperation
• Medikamentenbehandlung
Unnötige Stentbehandlungen können vermieden werden, wenn bei der Herzkatheteruntersuchung zusätzlich eine Druckdrahtmessung durchgeführt wird, um Engstellen mit gestörtem Blutfluss herauszufinden. Dieses Verfahren der Druckdrahtmessung während der Herzkatheteruntersuchung, bei der ein sehr dünner und flexibler Draht ins Herzkranzgefäß eingeführt wird, um die sogenannte Flussreserve zu messen, steht auch im Herzkatheterlabor der II. Medizinischen Klinik zur Verfügung. Somit können die Engstellen identifiziert werden, die tatsächlich einen Stent benötigen. Damit nach den angeführten kathetertechnischen Eingriffen die Koronargefäße beziehungsweise die Bypässe für die kommenden Jahre offen bleiben, sollten blutverdünnende Medikamente, beispielsweise die sogenannten „Thrombozytenfunktionshemmer“ (Blutplättchenhemmer, wie beispielsweise ASS oder Clopidogrel), regelmäßig eingenommen werden.
„Blutverdünner“ nach Ballondilatation, Stentimplantation oder Bypass
Damit nach den angeführten kathetertechnischen Eingriffen die Koronargefässe beziehungsweise die Bypässe für die kommenden Jahre offen bleiben, sollten blutverdünnende Medikamente, beispielsweise die sogenannten „Thrombozytenfunktionshemmer“ (Blutplättchenhemmer, wie beispielsweise ASS, Clopidogrel, Prasugrel oder Ticagrelor) regelmäßig eingenommen werden. Ferner empfiehlt es sich, Medikamente zur Blutdrucksenkung, Herzmuskelstärkung und Fettsenker (beispielsweise ß-Blocker, ACE-Hemmer, Statine) regelmässig einzunehmen, um der Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) vorzubeugen und den Langzeiterfolg und die Langzeitprognose der Gesamterkrankung zu verbessern.






