|
Wussten Sie, dass... |


Chefarzt
Dr. med. Michael Habekost
Vorzimmer
Dagmar Löhr
Telefon: 06142 88-1348
Telefax: 06142 88-1647
E-Mail: Habekost@
GP-Ruesselsheim.de
Medizinische Schwerpunkte
Darmkrebs (colorektales Karzinom)
Hernienchirurgie
Gefäßchirurgie
Einengung der Halsschlagader (Carotisstenosen), Periphere Arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und diabetisches Fußsyndrom
Shuntchirurgie bei Dialyse
Krampfaderbehandlung
Coloproktologie
Endokrine Chirurgie
Thoraxchirurgie
Behandlung von Pankreaserkrankungen
Gastrointestinale Chirurgie
Darmkrebs (colorektales Karzinom)
Die zweithäufigste bösartige Erkrankung in der westlichen Welt wird in einem intensiven interdisziplinären Kontext mit Strahlentherapie und Onkologie behandelt. Hierbei muss wegen der Konsequenzen für den Schließmuskel deutlich zwischen einem Tumor des normalen Dickdarms und dem Mastdarmkrebs unterschieden werden. Der normale Dickdarmkrebs kann nahezu immer mit einer direkten Nahtverbindung operiert werden und zwar meistens ohne weitere Vorbehandlung.
Beim Mastdarmkrebs wird heute wegen der besseren Therapieergebnisse je nach Tiefenausdehnung des Tumors eine Strahlen- oder chemotherapeutische Vorbehandlung erfolgen.
Neben der Coloskopie durch den Gastroenterologen wird anhand der chirurgischen Rektoskopie und Endosonographie des Mastdarmes durch den Chirurgen die Entscheidung getroffen, ob eine transanale Tumorabtragung durch ein Operationsrektoskop ausreicht. Dabei wird auch ermessen, ob der Schließmuskelerhalt durch eine Nahtverbindung durch den After möglich ist.
Außerdem kann entschieden werden, ob eine Schließmuskel erhaltende Operation möglich ist oder letztlich eine Radikaloperation mit Entfernung des gesamten Schließmuskelapparates erforderlich ist. Bei uns wird auf die totale mesorektale Exzision des Mastdarmes großen Wert gelegt, da erstens die Tumorradikalität durch dieses Verfahren deutlich verbessert worden ist und zweitens die postoperativen, vegetativen Funktionsstörungen wie Blasenentleerungsstörungen und Störungen der Sexualfunktion mit dieser schichtgerechten nervenschonenden Operation deutlich besser geworden sind.
Hernienchirurgie
Einen großen Anteil an Operationen nimmt die Chirurgie des Leistenbruches ein; nach wie vor ist dies eine der sehr häufigen, gutartigen, chirurgisch zu behandelnden Erkrankungen des Erwachsenen.
Hier wird nach einer ausführlichen Anamnese und Befunderhebung beim Patienten das optimale Behandlungsverfahren laparoskopisch oder über einen Schnitt mit oder ohne Kunststoffnetz festgelegt, da hiervon das zu planende Narkoseverfahren sowie die Belastungsfähigkeit des Patienten abhängen. Daher wird dieser Teil der Chirurgie typischerweise durch den Begriff „tailored surgery“ (maßgeschneiderte Chirurgie) beschrieben.
Bei Patienten aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin werden kindliche Leistenbrüche über einen kleinen Schnitt in der Leiste versorgt.
Bauchwandbrüche und Bauchwandbrüche nach früheren Bauchoperationen werden mit Kunststoffnetz bis hin zur Bauchwandrekonstruktion sowie laparoskopisch mittels IPOM mit der Implantation von geeigneten Netzen operiert.
Ein gewisser Teil der Hernienchirurgie kann auch ambulant durchgeführt werden.
Die Gefäßchirurgie bietet ein großes Spektrum an interventionellen gefäßchirurgischen Eingriffen mit Ballondilatation, Stent-Implantation und interventionelle Behandlung der Aussackung der Bauchschlagader ebenfalls mit Einbringen von Aortenstents an.
Einengung der Halsschlagader (Carotisstenosen), Periphere Arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und diabetisches Fußsyndrom
Es werden Gefäßverengungen und Gefäßverschlüssen in allen Körperabschnitten mittels aller etablierten operativen Verfahren und insbesondere unter Anwendung der modernen interventionellen und endovaskulären Therapien behandelt.
Besonders die Kathetertechniken als sehr schonende Verfahren zum Wiedereröffnen verengter oder verschlossener Gefäße wurde zu einem Schwerpunkt der Klinik entwickelt. Dies wurde durch die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie bestätigt: Der leitende Oberarzt der Gefäßchirurgie Dr. Jaroslaw Nakonieczny hat die Zertifizierung als „Endovaskulärer Spezialist“ zuerkannt bekommen.
Schwerpunkte
Behandlung von Verengungen (Stenosen) der Halsschlagaderzur Vorbeugung eines Schlaganfalls, dies erfolgt durch Carotischirurgie in lokaler Betäubung (locoregionärer Anästhesie) und auf Wunsch auch in Vollnarkose oder durch Beseitigung der Einengung der Halsschlagader mittels eines Stents.
Aufdehnung von Stenosen/Verschlüssender Armschlagader und der anderen großen Gefäße, die dem Aortenbogen entspringen.
Wiederherstellung einer verbesserten Durchblutungbei der sogenannten Schaufensterkrankheit und bei dem diabetischen Fußsyndrom. Damit werden Amputationen vermieden und Schmerzfreiheit im Alltag erreicht. Alle Bypassoperationen werden mit körpereigenen Venen, speziellen Gefäßprothesen oder Ausschälplastiken durchgeführt. In mehr als der Hälfte der Fälle kann eine Operation vermieden werden, indem die Gefäßverschlüsse mittels Kathetertechnik wiedereröffnet werden. Dabei kommen Ballonkatheter, Stents und spezielle „Gefäßfräsen“ zum Einsatz. Häufig können Operation und Kathetertechnik kombiniert werden als sogenannte Hybridoperation. Damit kann das Operationstrauma für den Patienten deutlich reduziert und eine schnellere Heilungsphase erreicht werden.
Aortenaneurysma, Iliacalaneurysma, Popliteaaneurysma
Jahrelange Erfahrungen bestehen in der Behandlung von Aneurysmen der Aorta und der Iliacalarterien (sackförmige Erweiterungen der Bauchschlagader und der Beckengefäße). Diese können größtenteils minimal-invasiv durch die endovaskuläre Implantation von sogenannten Endoprothesen ausgeschaltet werden, womit sich ein großer operativer Eingriff vermeiden lässt.
In der herkömmlichen Operationsmethode besteht ebenfalls eine langjährige Erfahrung; nicht nur die Operation betreffend, sondern auch hinsichtlich der Nachbetreuung auf der Intensivstation.
Seltener tritt ein Aneurysma der Arteria poplitea (Knieschlagader) auf, das mit Hilfe eines Bypasses vom Blutstrom ausgeschaltet werden muss.
Einen weiteren Schwerpunkt stellt die gesamte Shuntchirugie bei Patienten mit Hämodialyse dar. Die sogenannte Cimino-Fistel wird dabei in örtlicher Betäubung ambulant oder kurzstationär angelegt. Des Weiteren werden spezielle Dialyseshunts mit körpereigenen Venen oder Prothesen ausgeführt. Ebenfalls erfolgt bei Notwendigkeit die Implantation von Dialysekathetern. Stenosen an Dialyseshunts können ebenfalls häufig interventionell mit einer Kathetertechnik beseitigt werden.
Krampfaderbehandlung
Die operative Behandlung von Krampfadern (Varizen) erfolgt in der Regel in der Operativen Tagesklinik (OTK). Hierbei wird besonderen Wert auf die vollständige Entfernung der Krampfadern, verbunden mit einem ansprechenden kosmetischen Ergebnis gelegt. Endoskopische Verfahren kommen beim Ulcus cruris (offenem Bein) zur Anwendung.
Coloproktologie
Die Klinik bietet ein umfassendes Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten der Hämorrhoidalerkrankung, der häufigsten koloproktologischen Problemsituation. Dies reicht von normaler chirurgischer Exzision über die Behandlung mit einem ultraschallgesteuerten Hämorrhoidalarterienligatur bis hin zur Stapler-Hämorrhoidektomie.
Außerdem können alle komplexen Erkrankungen bei Fistelleiden, bei Darmvorfall oder bei Entleerungsstörungen beziehungsweise Inkontinenz des Beckenbodens (diese zum Teil in Kooperation mit der Gynäkologie und Urologie) angeboten werden.
Der Chefarzt Dr. Michael Habekost und einige der Mitarbeiter sind Mitglieder im Berufsverband der Deutschen Coloproktologen.
Die Operation von gutartigen Schilddrüsenerkrankungen (Kropf) mit knotengerechter Chirurgie und intraoperativem Neuromonitoring ist eine komplikationsarme Behandlung von Kropferkrankungen. Daneben wird die Radikaloperation des Schilddrüsenkrebses mit Halslymphknotenausräumung angeboten. Auch eine hinter das Brustbein reichende Schilddrüsenerkrankung kann - wenn erforderlich - mit Eröffnung des Brustbeines (wie bei einer Herzoperation), operiert werden.
Einen besonderen Schwerpunkt bietet die Entfernung von Nebenschilddrüsenadenomen, die auch über einen kleinen Schnitt mit intraoperativer Hormonbestimmung durchgeführt werden kann.
Durch die besondere laparoskopische Expertise können auch Entfernungen der Nebennieren minimal-invasiv durch den Bauchraum durchgeführt werden.
Thoraxchirurgie
In der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie wird das gesamte thoraxchirurgische Spektrum der Behandlung von entzündlichen und bösartigen Erkrankungen der Lunge angeboten. Dies reicht von der minimal-invasiven Diagnostik und minimal-invasiven Entfernung von Rundherden bis hin zur Pneumonektomie (Entfernung eines gesamten Lungenflügels) beziehungsweise Manschettenresektion im Sinne einer parenchymsparenden Lungenoperation. Neben videoassistierter Thorakoskopie kann auch die Diagnostik und Entfernung von Mediastinaltumoren durchgeführt werden.
Behandlung von Pankreaserkrankungen
Der häufigste Grund für die chirurgische Behandlung der Bauchspeicheldrüse ist der Krebs dieses Organes. Hier werden verschiedene operative Möglichkeiten nach der Besprechung im Tumorboard angeboten, um eine restlose Tumorentfernung an der Bauchspeicheldrüse zu erreichen.
Bei chronisch wiederkehrenden gutartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse mit beispielsweise Kopfschwellung der Bauchspeicheldrüse und Ausbildung einer Passagestörung durch den Zwölf-Fingerdarm oder durch den Gallengang können alle viszeralchirurgischen Möglichkeiten einer Pankreaskopfausschälung durchgeführt werden. Dies kann bis zur kompletten Entdachung der gesamten Bauchspeicheldrüse reichen, je nach Veränderung des Bauchspeicheldrüsenganges.
Hier besteht eine intensive Kooperation mit der I. Medizinischen Klinik im Sinne von gastroenterologischen Fragestellungen beziehungsweise interdisziplinären diagnostischen Maßnahmen.
Gutartige Magen/Darmerkrankungen können sehr häufig laparoskopisch operiert werden. Alle Erkrankungen der Gallenblase werden laparoskopisch versorgt und anschließend werden die Daten im Rahmen einer externen Qualitätssicherung anonymisiert erfasst.
Laparoskopisch operiert werden gutartige Magentumore, gelegentlich Verwachsungen oder Briden von Dünn- und Dickdarm. Die Divertikelerkrankung wird in den meisten Fällen laparoskopisch-assistiert durchgeführt.
Zur Refluxbehandlung wird eine laparoskopische Hiatusplastik und Fundoplikatio durchgeführt. Es kann auch die Behandlung von Engstellen im Ösophagus oder von gutartigen Tumoren im Ösophagus von abdominell oder von thorakal minimalinvasiv (Achalasiebehandlung, Divertikelabtragung) durchgeführt werden.
Die entsprechenden Funktionsuntersuchungen wie die Ösophagusmanometrie werden in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie ergänzend zu gastroenterologischen Diagnostikmöglichkeiten durchgeführt.
Darmzentrum
Im projektierten Darmzentrum wird die gesamte Versorgung des Patienten und seiner Angehörigen innerhalb der benachbarten medizinischen Fachkliniken im GPR Klinikum sowie Stomatherapie, Psychoonkologie und Tumornachsorge gemeinsam mit den Hausärzten koordiniert.




